Das hässliche Entlein

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Es war so herrlich draußen auf dem Lande. Es war Sommer, das Korn stand gelb und der Hafer grün. Hier saß eine Ente auf ihrem Nest, welche ihre Jungen ausbrüten musste. Es waren genau fünf Eier drinnen. Eines Tages war es endlich soweit und aus den Eiern entschlüpften vier Entlein. Sie waren alle wunderschön und mit einem gelben, zarten Federflaum versehen. Nur das fünfte Ei lag noch immer unversehrt im Nest. Endlich zerbarst das letzte Ei und heraus kam ein graues Entenküken, das seine Mutter verwundert ansah.
Aber das arme Entlein, welches so hässlich aussah, wurde gebissen, gestoßen und ausgelacht. "Es ist zu groß!" sagten alle und niemand wollte mit ihm spielen.
So ging es den ersten Tag und später wurde es schlimmer und schlimmer. Das arme Entlein wurde von allen gejagt. Eines Tages, als das Entlein spazieren ging, sah es seine Spiegelung im See. „Ich bin wirklich hässlich“ dachte es und schloss traurig die Augen. Dann aber lief es weiter und flog über den Zaun.
Gegen Abend erreichte es eine kleine armselige Bauernhütte, die baufällig war. Da bemerkte das Entlein, dass sie offen war und man in die Stube hineinschlüpfen konnte, und das tat es. Hier wohnte eine Frau mit ihrem Kater und ihrer Henne. Am folgenden Morgen be- merkte man sogleich das fremde Entlein in der Stube und entschied, das arme Tier bei sich zu behalten und es zu füttern. Leider verhielten sich die anderen sehr schlecht zu ihm. Der Hauskater lästerte feindlich fauchend: "Hoffentlich landest du bald in der Bratenröhre, denn so etwas Hässliches ist mir noch nie untergekommen!" Da wurde dem kleinen Entlein erst recht Angst und Bange ums Herz und es entschloss sich daher zur Flucht!
Nun trat der Winter ein - hart und bitterkalt! Das Entlein musste im Wasser herum- schwimmen, damit es nicht zufrieren konnte. Aber mit jeder Nacht wurde das Loch, in dem es schwamm, kleiner und kleiner. Am frühen Morgen kam aber ein Bauer vorbei. Als er das hässliche Entlein sah, ging er hin, schlug mit seinem Holzschuh das Eis in Stücke und trug das Entlein heim zu seiner Frau.
Die Kinder des Bauerns wollten gleich mit ihm spielen, doch das Entlein fuhr aus Angst hinter die Tür. Dann rannten die Kinder einander über den Haufen, um das Entlein zu fangen. Da war es ein Glück, dass die Tür offen stand und das Entlein in den frisch gefallenen Schnee unter ein Dickicht schlüpfen konnte. Dort lag es ganz ermattet.
In der Nacht schlich sich das Entlein dann fort und verbrachte den Winter am nahe gelegenen Moor im dichten Schilf. Hart war die Zeit, doch endlich begann die Sonne wieder wärmer zu scheinen. Glücklich und zufrieden sprang es voller Freude ins Wasser und breitete seine Flügel aus. Auf einmal sah es im See einen zauberhaft schönen weiblichen Schwan. Das Entlein verliebte sich sofort in ihn.
Da aber das Entlein wusste, dass es sehr hässlich ist, neigte es seinen Kopf der Wasserfläche zu und trauerte. Aber was erblickte es in dem klaren Wasser? Es sah sein eigenes Spiegelbild. Da war kein plumper grauer Vogel mehr zu sehen, vielmehr ein prächtiger Schwan! Endlich verstand das Entlein warum es nicht wie seine Geschwister aussah.
Dann folgte das Entlein dem anderen herrlichen Schwan. Sie verliebten sich und bald heiraten die beiden.

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